Leistungen

Anhand der Ihnen vorliegenden Verordnung des Arztes können Sie erkennen, ob wir Ihnen das passende Heilmittel anbieten können. In vielen Fällen stehen auf der Verordnung Abkürzungen, die wir hier in Klammern hinter der jeweiligen Leistung aufführen.

Bitte beachten Sie: Bei gesetzlichen Verordnungen für Physiotherapie fallen Rezeptgebühren an – pro Rezept EUR 10 zuzüglich 10 % des Rezeptwerts (in der Regel zwischen 20 und 40 EUR).

Vorrangige Heilmittel

  • Manuelle Therapie (MT)

    Die Manuelle Therapie ist eine spezielle Form der Physiotherapie. Sie befasst sich mit der gezielten Untersuchung und Behandlung von Schmerzen und Störungen am Bewegungsapparat. Es kann Einfluss genommen werden auf Muskelverspannungen, Nerven- und Gelenkschmerzen sowie Fehlstellungen der Gelenke/Wirbelsäulenabschnitte. Innerhalb der Therapie werden Mobilisationen von Gelenken und Wirbelsäulenabschnitten durchgeführt, die im Verlauf der Therapie in ihrer wiedererlangten Bewegungsfähigkeit stabilisiert werden können.

    Unsere Praxis ist für diese Therapieform zertifiziert.

  • Krankengymnastik (KG)

    Ziel der Krankengymnastik ist die Wiederherstellung, das Erhalten und die Förderung der Gesundheit. In Form eines Befundes werden Beschwerden und Aktivitätseinschränkungen des Patienten herausgearbeitet und individuelle Therapieziele und -maßnahmen bestimmt. In die Behandlung können alle physikalischen und manuellen Techniken einfließen, die der Therapeut für sinnvoll erachtet. Vor allem aber ist sie eine aktive Behandlungsform, in der der Patient den eigenverantwortlichen Umgang mit seinem Körper erlernen soll.

  • Neurophysiologische KG (PNF)

    PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation) ist eine Behandlungsmethode der Physiotherapie mit dem Ziel, das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln zu erleichtern. Für die Therapie werden Propriozeptoren (Muskel-, Gelenk- und Sehnenrezeptoren) genutzt, die Informationen über die Haltung und Bewegung des Körpers an das zentrale Nervensystem weiterleiten. Stimulation dieser Rezeptoren erfolgt z. B. durch Druck oder Dehnung. PNF wird vor allem in der Neurologie angewandt, unter anderem bei erworbenen zentralen Bewegungsstörungen, wie z. B. Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson mit dem Ziel der Verbesserung der Motorik, Haltung und Koordination.

    Unsere Praxis ist für diese Therapieform zertifiziert.

  • Gerätegestützte KG (KGG)

    Bei der Krankengymnastik am Gerät kann eine Vielzahl an Geräten zur Unterstützung herangezogen werden wie z. B. Hanteln, Seilzüge und Stabilisatoren. Die Therapie wird eingesetzt, um Muskelkraft, Kraftausdauer, Beweglichkeit und Koordination zu verbessern. Diese Therapie kommt häufig nach Operationen, aber auch z. B. zur Stabilisierung eines Wirbelsäulenleidens zum Einsatz. Der Patient bekommt einen individuellen Trainingsplan und wird während des Trainings persönlich betreut. Es sind hier max. drei Patienten gleichzeitig für die Dauer von einer Zeitstunde in der Therapie.

    Unsere Praxis ist für diese Therapieform zertifiziert.

  • D1 Heilmittelkombination

    Hier wird eine Kombination aus verschiedenen Heilmitteln sinnvoll zusammengefügt – beispielsweise KG + MT + Elektrotherapie + Kälte oder Wärme + Training. Die Behandlungsdauer beträgt 60 min.

    Unsere Praxis ist für diese Therapieform zertifiziert.

  • Manuelle Lymphdrainage (MLD 30, 45 oder 60 min) bzw. Komplexe Entstauungstherapie (KPE)

    Die manuelle Lymphdrainage dient als Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, die nach Traumata (z. B. Umknicken im Sprunggelenk) oder Operationen (z. B. Hüft-TEP, Knie-Arthroskopie, Tumorentfernung) entstehen können. Durch spezielle manuelle pumpende und kreisende Griffe des Therapeuten soll die gestaute Flüssigkeit (Ödem) aus dem Gewebe in das Lymphsystem verschoben und letztendlich über den großen Kreislauf, die Niere und das Harnsystem ausgeschieden werden. Es ist sinnvoll, die Entstauungstherapie durch Kompressionen zu unterstützen, beispielsweise mit Bandagierungen bzw. im späteren Verlauf mit Bestrumpfungen.

    Unsere Praxis ist für diese Therapieform zertifiziert.

  • Klassische Massagetherapie (KMT)

    Die klassische Massage beeinflusst über reibende und knetende Griffe des Therapeuten verschiedene Strukturen wie die Haut, das Bindegewebe und die Muskulatur. Es kommt zu einer Mehrdurchblutung/Stoffwechselerhöhung der verschiedenen Gewebeschichten und somit auch zur Lockerung der Muskulatur. Die Anwendung kann großflächig, aber auch nur lokal, sogar punktuell erfolgen. Um diese vermehrte Durchblutung zu unterstützen, ist die klassische Massage gut mit Wärmepackung, Fango, heißer Rolle oder Rotlicht zu kombinieren, die ebenfalls eine Stoffwechselerhöhung begünstigen können.

Ergänzende Heilmittel

  • Kälteanwendung (EIS)

    Die physiotherapeutischen Behandlungsziele können durch die Anwendung von Kälte unterstützt werden. Eis wird lokal appliziert und kann z. B. zur Schmerzdämpfung, Stoffwechselsteigerung und Muskeltonusregulation eingesetzt werden.

  • Wärmetherapien (Rotlicht, Fango, heiße Rolle)

    Die physiotherapeutischen Behandlungsziele können durch die Anwendung von Wärme unterstützt werden. Bei der heißen Rolle handelt es sich um aufgerollte mit heißem Wasser getränkte Tücher. Sie dient z. B. zur Verbesserung der Durchblutung, Schmerzlinderung, Muskeldetonisierung und Stoffwechselsteigerung.

    Fango ist ein Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs. Als guter Wärmeleiter gibt er die Wärme besonders gleichmäßig an den Körper ab. Gleichzeitig kann die Haut verschiedene Wirkstoffe aus dem Fango aufnehmen. Anwendungsgebiete sind z. B. Muskelverspannungen und Gelenkerkrankungen.

  • Traktionen (TR), Schlingentisch (ST)

    Es kommt bei dieser Therapieform eine gelenkentlastende Zugeinwirkung mit und ohne Gerät zum Einsatz. Der Schlingentisch erlaubt nahezu schwereloses Arbeiten am Patienten.

  • Elektrotherapie (ET)

    Elektrotherapie ist die therapeutische Anwendung von elektrischem Strom. Bei diesem Verfahren fließen Gleich- oder Wechselströme durch den Körper oder bestimmte Körperteile bzw. werden Magnetfelder im Körperinneren erzeugt. Die Elektrotherapie dient z. B. zur Durchblutungsförderung, Schmerzlinderung, Stimulation von Nerven oder zur Abschwellung.

  • Ultraschallbehandlung (US)

    Die Behandlung fördert eine tiefenwirkende Erwärmung im Gewebe und somit eine verbesserte Stoffwechselsituation.

Weitere Therapieangebote

  • Kiefergelenksbehandlungen

    Zum Einsatz kommen Techniken am Gesicht bzw. Kopf und in der Mundhöhle, um dortige Kaumuskeln zu therapieren oder die Kiefergelenke zu mobilisieren. KG oder MT sind mögliche Verordnungen, die uns erlauben, rund um den Kauapparat zu arbeiten.

    Wie eine Kiefergelenksbehandlung wirken kann, können Sie in dem Filmausschnitt aus der Fernsehsendung hr service: gesundheit mit Christian Lellek als Experten zu diesem Thema sehen:

  • Sportphysiotherapie

    Die Sportphysiotherapie ist eine spezielle, zertifizierte Weiterbildung, die sich mit den besonderen Belangen der Sportler auseinandersetzt. Zum Einsatz kommen hier Techniken der Massage, allgemeine Physiotherapie, Manuelle Therapie, neurophysiologische Techniken sowie Taping, Kälte- bzw. Wärmeanwendungen, Elektrotherapie und Trainingsmethoden. Der verletzte Sportler soll akut spezifisch betreut werden und für seine sportliche Wiedereingliederung vorbereitet ggf. auch während dieser Zeit betreut werden.

    Unsere Praxis ist für diese Therapieform zertifiziert.

  • Triggerpunkt- und Faszientherapie (FDM)

    Schmerzhafte Triggerbänder oder -punkte werden hier mit speziellen Techniken im Bindegewebe bearbeitet. „Verklebungen“ des Gewebes können gelöst und somit eine bessere Funktion des Gewebes hergestellt werden.

    Artikel von Christian Lellek – erschienen am 1. Juni 2018 in den Krifteler Nachrichten

  • Schröpfglastherapie

    Schröpfen – zum Wohle der Gesundheit: Eine traditionelle Therapie in der Alternativmedizin erlebt zurzeit eine Renaissance: Das Schröpfen. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes „ausleitendes Verfahren“, bei dem körpereigene Stoffe stimuliert werden und zur Selbstheilung beitragen.

    Die Anfänge

    Die Schröpftherapie gehört zu den ältesten Behandlungsmethoden der medizinischen Geschichte. Sie stammt ursprünglich aus China wie beispielsweise auch Akupunktur und Akupressur. Auch aus dem klassischen Altertum – sowohl von den Griechen als auch von den Ägyptern – sind derartige Techniken überliefert.

    Gewusst wie …

    Man unterscheidet drei Arten des Schröpfens: trockenes Schröpfen, die Schröpfmassage und blutiges Schröpfen. In allen Fällen wird dabei über Hautreflexzonen, den Head-Zonen, auf organische Beschwerden eingewirkt. Auf diese Weise können Verhärtungen im Hautgewebe, in Muskelansätzen und in Muskeln sowie Schmerzen durch Verspannungen nebenwirkungsfrei behandelt werden.

    Die Behandlungsdauer beträgt ca. 15–20 Minuten.

    … und wogegen

    Ich wende die Schröpftherapie bei folgenden Beschwerdebildern an: Muskelerkrankungen (Prellungen, Tennisellenbogen, Hartspann u. a.), Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen und Migräne, Gelenkerkrankungen (auch rheumatischen Ursprungs), Wirbelsäulenerkrankungen und Nervenschmerzen.
    Ungeeignet ist diese Behandlungsmethode jedoch bei Schwangeren und bei Patienten, die an Tuberkulose, Tumorerkrankungen, Epilepsie, Lymphödemen oder Venenschäden leiden.

    Gerne können Sie sich den obigen Text als pdf aus dem Download-Center herunterladen.

    Artikel von Christian Lellek – erschienen am 1. Juni 2018 in den Krifteler Nachrichten

  • Tapeverbände und Kinesio-Taping

    Der Tapeverband ist ein Verband aus Pflasterklebeband. Er dient zur Behandlung als auch Prävention in Bereichen wie Sportmedizin, Unfallchirurgie und Orthopädie.

    Tapeverbände stellen die behandelten Gelenke oder Muskeln nicht komplett ruhig, sondern dienen zur Stabilisation. Außerdem können sie eine Anschwellung des Gewebes verringern. Bei einem Kinesio-Tape handelt es sich um ein Tapematerial, welches im Vergleich zu dem herkömmlichen Tape dehnfähig ist und damit die volle Bewegungsfreiheit erhält.

    Eingesetzt wird es bei Gelenkbeschwerden, Verspannungen, Rückenschmerzen, Überlastungsschmerzen, Sportverletzungen u.v.m. Durch das Kinesio-Taping werden Hautrezeptoren stimuliert. Dies hat Einfluss auf Muskeltonus, Gelenke, Bänder und Nerven. Es kann auch den Abfluss von Lymphflüssigkeiten verbessern.

    Sicherlich haben Sie bei Sportveranstaltungen schon öfters Sportler und Sportlerinnen gesehen, die getaped waren. Bereits 2012 wurde dieses Verfahren angewendet: Das bringen bunte Kinesio-Tapes

  • Primärversorgung von Sportverletzungen

    Direkt nach einem Sportunfall sollten Sofortmaßnahmen eingeleitet werden, um größere Schäden abzuwenden. Diese Leistung wird nur durch Christian Lellek erbracht.

  • Stemmführung nach Brunkow

    Heutzutage auch als „akrodynamische Therapie“ bekannt, wird hier eine neurophysiologische Technik zum Einsatz gebracht, die sich an der Dreidimensionalität des alltäglichen Lebens orientiert. Es werden Bewegungen gebahnt und über Druck und Stauchpunkte sowie Wischtechniken auf Stellungen der Extremitäten und des Rumpfs eingegangen.

  • Dorn-Therapie

    Bei der Dorn-Therapie handelt es sich um eine sanftere Technik zur Mobilisation von Gelenken oder der Wirbelsäule und des Beckens. Es wird über bestimmte Bewegungen versucht, die Gelenke wieder korrekt einzurichten.

Kurse zur Gesundheits­erhaltung/Prä­ventions­maßnahmen

Wir bieten zur Entspannung und zur Kräftigung unterschiedliche Kurse an. Zum Teil werden diese Kurse durch Fremdanbieter abgedeckt. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie an Kursen interessiert sind, da die Kurse nicht durchgängig angeboten werden.

Unser aktuelles Kursprogramm hängt immer in unserer Praxis aus.

  • Wirbelsäulengymnastik

    Die Wirbelsäulengymnastik besteht aus funktionellen Übungen für den Rücken und die gesamte Haltemuskulatur. Die Muskulatur und der gesamte Körper sollen gegen Alltagsbelastungen gewappnet werden. Durch das Training in einer kleinen Gruppe können wir individuell arbeiten und jeden Teilnehmer konsequent korrigieren.

  • Aquagymnastik

    Dank des Auftriebs des Wassers werden bei der Aquagymnastik Gelenke, Sehnen und Rücken geschont. Weiterer Effekt: die Muskulatur wird gekräftigt, das Herz-Kreislauf-System wird im positiven Sinne gefordert. Übungen im Wasser sind durch den hohen Widerstand des Wassers zum Teil recht anstrengend. Aquagymnastik ist besonders für ältere Menschen geeignet und zur Rehabilitation nach Unfällen oder Operationen.

  • Nordic Walking

    Nordic Walking ist aus dem Walking hervorgegangen. Das Gehen wird hierbei durch zwei Stöcke (ähnlich Skistöcken) unterstützt. Dadurch wird auch die Muskulatur des Oberkörpers in die Bewegung miteinbezogen.

  • Beckenbodengymnastik

    Bei der Beckenbodengymnastik wird die Muskulatur des Beckenbodens trainiert. Richtig durchgeführt stärkt und strafft die Gymnastik die Muskulatur und kann so Inkontinenz vorbeugen. Sinnvoll und hilfreich ist ein Beckenbodentraining auch nach einer Geburt.

    Selbst ohne Kurs können Sie in unserer Praxis Beckenbodentraining absolvieren: Eine Einzelbehandlung ist möglich, wenn eine Verordnung vorliegt.

  • Pilates

    Es handelt sich bei Pilates um ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur. Vor allem die Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur soll gestärkt werden. Während des Trainings kommen typische Kleingeräte zum Einsatz.

    Pilates bieten wir gerne für kleine Gruppen an, denn wir legen großes Augenmerk auf Ausführung und Haltung.